Donnerstag, 12. März 2015

Tag 2: Griechen, Römer, Sandalen

Es begann Tag 2 der Reise. Zuerst ein großer "Schock". Der Blick auf die Waage zeigte ordentliche Gewichtszunahme an. Wenig überraschend nach dem essen gestern. Und der morgige Blick auf die Waage dürfte noch schlimmer werden, denn das Frühstück bot wieder alles mögliche an das gekostet werden musste.


Dann etwas später als geplant ging es los. Zuerst zur Rezeption um mir eine Schere auszuleihen, denn meine Sandalen hatten noch die Preisschilder. Dann die Strandpromenade hoch. Ziel für heute war der Archäologische Garten und das Bezirksmuseum.





Auf dem Weg fand sich auch eine Katze die sich gerne streicheln ließ. Auf der Insel finden sich sehr viele Katzen die oft zutraulich sind. Eine Geschichte zufolge brachte eine byzantinische Kaiserin eine Schiffsladung Katzen auf die Insel um Giftschlangen auszurotten. Offenbar erfolgreich, denn es gibt nur noch 3 Arten von Giftschlangen auf der Insel und das Risiko gebissen zu werden ist gering.

 

Am Hafen steht eine alte Festung. Diese habe ich heute nicht besucht, denn noch wollte ich meinen Plan konsequent durchziehen.


Anschließend begann ich mit meiner Hauptbeschäftigung für den Rest des Tages: Sehr viel laufen.
Zuerst lief ich am Haupteingang des Archäologischen Parks vorbei und machte einen großen Bogen um das komplette Gelände herum. Die Hälfte des Weges hatte ich den Strand links von mir. Die andere Hälfte, den Weg zurück nach Süden, lief ich durch die Stadt. Auf dem Weg durch die Stadt sah ich tatsächlich einmal eine junge Frau in meinem Alter, aber begleitet von ihren Eltern. Später dann noch 3 junge Zypriotinnen. Aber momentan gibt es sehr, sehr wenige junge Menschen auf der Insel.



Schließlich schafte ich es in den Park. Der Eintrag betrug 4,50 EUR statt wie erwartet kostenfrei zu sein.



Der erste Besuch war im Haus des Ailos.


Hier sah ich das erste von vielen wunderschönen Fresken auf dem Gelände. Insgesamt fünf Szenen der griechischen Götter- und Sagenwelt wurden dargestellt.



Viele der Ausgrabungen wurden vom polnischen Archäologischen Institut in Warschau ausgeführt.




Beim durchlaufen der Ruinen musste ich feststellen, dass meine neuen Sandalen anfingen mir Blasen in den großen Zeh zu reiben. Zuerst lockerte ich die vorderen Riemen, dann machte ich die Schuhe komplett auf und lies sie so für den Rest des Tages.


Leider musste ich feststellen, dass im März eine ganze Reihe von Mosaiken im freien Feld nicht sichtbar waren. Sie wurden offenbar zum Schutz mit einer Plane und darüber Sand bedeckt.
Die Szene unten hätte sonst eine nackte, mit einem Speer bewaffnete Aphrodite gezeigt.


Im Haus des Dionysios gab es eine ganze Reihe von Mosaiken. Alle sehr schön und prachtvoll. Leider habe ich davon nur ein Foto gemacht.

Hier ein Mosaik des Narziss der Sein Spiegelbild im Wasser bewundert. Man sieht sofort durch die Symbolik, dass es ein Narziss ist, den er trägt sein baseballmütze umgedreht. ;)


Darunter auch ein paar interessante geometrische Muster:


Es gab auch ein Ampitheater auf dem Gelände, das Odion.



Daneben eine weitere Ruine. Dies war der letzte Teil aus der hellenistischen und römischen Zeit.


Es gab auch eine Reihe von Katakomben.





Hier der Blick auf das Geände vom Nordende. Offenbar ätte es noch ein weiteres Amphitheater auf dem Gelände direkt neben dem Hügel gegeben, das ich aber nicht sah. Der Park könnte etwas besser ausgeschildert sein.


Ebenfalls gab es eine Basilika aus dem Mittelalter die aber durch ein Erdbeben zerstört wurde.



Und wieder eine Katze. Auch diese ließ sich streicheln.

Schließlich beendete ich meinen Rundgang. Später stellte ich dann fest, das es noch eine zweiten Archäologischen Park mit den Königsgräbern gibt. Dieser ist für morgen eingeplant.

Es folgte der längste Teil des Tages, oder zumindest der gefühlt längste. Ich wollte vom Park aus zum Bezirksmuseum in der Stadtmitte laufen. Mit Stadtplan und Navi sollte das kein Problem sein. Dachte ich. Letztlich kam ich irgendwann in der Stadtmitte an, aber nach gewaltigen Umwegen, und erst um 15 Uhr. Zufälligerweise fand ich dort das Ethnografische Museum und das Byzantinische Museum. Leider war ich zu weit vom Bezirksmuseum um es noch bis zum Schluss 16 Uhr zu schaffen. Ärgerlicherweise hätte ich auch dort sein können wenn ich an einer Stelle anders abgebogen wäre. Aber ich habe etwas von den Wohnvierteln gesehen.
Das byzantinische Museum hatte leider bereits um 15 Uhr geschlossen, also ging es gleich ins Ethnographische Museum. Der Eintritt betrug 3 EUR, ein Bildband mit Beschreibungen weitere 6 EUR.
Das Museum wurde von dem bekannten zypriotischen Archäologen George S. Eliades gegründet und zeigt das typische traditionelle zypriotische Leben. Das Gebäude wurde 1896 erbaut und ist seit 1958 ein Museum. Der Gründer starb 2007, aber seine Ehefrau Chryso Eliades führt weiter das Hotel. Ich raf sie auch heute und konnte mir ihr auf Deutsch sprechen. Ihr Mann hatte neben Oxfort auch in Berlin an der Humbold Universität studiert.

Das traditionelle Leben wird im Kellergeschoss gezeigt. 







Eine Essensraum. Normalerweise lebten Zyprer nicht so ausschweifend wie in dieser Villa. Üblich waren ein Schlafraum und ein Arbeitsraum in dem alles Leben und arbeiten stattfand.


Der Innenhof.


Rechts im Bild ein öffentlicher Brunnen. Hier spielte sich das öffentliche Leben ab.




Hinzugefügt wurde eine kleine Kapelle. In der Schale finden sich alle möglichen Münzen, die vermutlich schon seit Jahrzehnten dort finden. Aber auch ein paar Euro finden sich.




Das Arbeitszimmer


In der oberen Vitrine befinden sich Münzen die auf Zypern gefunden wurde. In der unteren findet sich Geld, das Besucher hier gelassen haben.


Darunter auch einige Reichsmark von 1923



Da meine Füße inzwischen weh taten fuhr ich Bus. Offenbar hatte die Rezeption etwas falsch eingezeichnet, den der 610 fuhr von Stadtmitte zum Archäologischen Park, und der 611 weiter zum Hotel, und nicht umgekehrt. Jede Fahrt kostete mich 1,50 EUR, was geht.


Im Hotel machte ich erst einmal ein Nickerchen. Dann ging es kurz in den Swimmingpool (den im Hotel). der Pool ist klein, aber es gibt auch einen Wirlpool

Um 18:30 Uhr gab es eine kurze Vorstellung des Hotelpersonals bei einem Sektempfangs. Dabei stellte ich erfreut fest, dass unter den Neuankömmlingen ganze weitere 4 Personen in meiner Altersklasse gab.


Zum Schluss gab es ein ausgiebiges Abendessen und noch schnell um 20 Uhr eine Margarita in der Happy Hour.

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