Da ich ab Samstag mit dem Quad fahren möchte informierte ich mich endlich über die Möglichkeiten eines zu mieten. Über das Hotel wurde das leider nicht angeboten. Ein Verleih um die Ecke hatte tatsächlich Quads und Buggies, aber die Preise waren heftig. Für drei tage sollte ich 180 EUR zahlen. Je zwei tage ein Quad mit 300 ccm für den flacheren Nordwesten, und einen Tag ein Buggy für das gebirgige östliche Paphos. Das günstigste Auto würde im vergleich nur 26 EUR kosten, also insgesamt 78 EUR. Deutlicher Unterschied und fast doppelt so viel wie ich ausgeben wollte. Da ein neues Quad mit 300 ccm etwa 2.000-3.000 EUR kostet und ein Opel Corsa 12.000 EUR kann ich dies Preise nicht nachvollziehen. Vor allem nicht in der Nebensaison. Ein zweiter Verleih den ich später besuchte hatte aber sogar noch leicht höhere Preise. ich werde erst mal darüber schlafen und dann morgen früh entscheiden.Oder ich suche ein Motorrad, das sollte billiger sein.
Wobei ich so viele Finanzkalkulationen im Urlaub wohl vermeiden sollte. Sonst wäre es wohl kaum ein Urlaub.
Für heute hatte ich vor die Königsgräber, das Byzantinische Museum und das Bezirksmuseum anzusehen. Also lief ich erst mal los und sah mich nach der nächsten Busstation um. Ich beschloss dann aber am Strand entlang zu laufen statt den Bus zu nehmen und dann vom Hafen aus die Linie 610 zum Zentrum zu nehmen.
Am Hafen angekommen fühlte ich mich aber motiviert direkt zum Zentrum zu laufen.
Im Zentrum angekommen entschied ich mich zuerst das Byzantinische Museum anzusehen, da es nur bis 15 Uhr offen hat.
Das Museum zeigt hauptsächlich Ikonen aus verschiedenen Jahrhunderten. Dabei allerdings vor allem aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, also ist es mehr ein Vom-byzantinischen-inspiriert Museum. Die Bilder haben mir aber sehr gefallen. Es ist sehr bedauerlich, das Byzanz unterging.
Bilder sind leider nicht im Museum erlaubt, daher nur ein Foto vom Eingang. ich habe mir aber zur Erinnerung zwei Ikonen gekauft, eine vom Heiligen St. georg und eine Christos Pantokrator.
Nachdem ich mich im Gästebuch eingetragen hatte fiel mir ein, dass ich mich gestern gar nicht beim Ethnographischen Museum verewigt hatte.Das wollte ich schnell nachholen, da das Gebäude direkt um die Ecke liegt. Frau Eliades hatte aber schon vergessen, dass ich gestern da war.
Anschließend ging es zum Bezirksmuseum. ich lief erst mal daran vorbei, konnte aber ein Foto von dieser Statue machen. ich vermute , dass es sich dabei um den ersten Staatspräsidenten von Zypern handelt, Erzbischof Makarios III.
Beim zurück laufen stellte ich fest, dass ich die Strecke gestern überschätzt hatte und doch noch hingehen hätte können.
Das Archäologische Bezirksmuseum Paphos war das bisher größte Museum und bot viele interessante Stücke zur Anschauung.
Hier diverse Tongefäße, die Körperteilen eines Mannes nachgebildet sind und vermutlich medizinische Zwecke hatten. Man füllte das Gefäß wohl mit Wasser oder Öl und legte es auf den entsprechenden Körperteil.
Es wurde auch angemessen Nacktheit geboten. Die hohe Kunstfertigkeit der klassischen griechischen Periode zeigt sich deutlich.
Interessant ist auch der Vergleich mit der Periode zuvor, in der die menschen deutlich steifer stehen.
Auch bei Tieren zeigt sich der Unterschied. Hier ein Löwe der archaischen zeit:
Und ein Löwe der klassischen Zeit:
Eine mit dem Kult des Dionysios verbundene Figur. Wofür die wohl verwendet wurde? Und wobei das wohl abgebrochen ist?
Aus der römischen Zeit fand ich ein Bild einer römischen Frau sehr interessant. Da ich zuvor im byzantinischen Museum war konnte ich auch gut mit der nachfolgenden Kunsttradition vergleichen.
Das sind Handgranaten aus dem 13. Jahrhundert.
Dies sind vier Engelsfiguren die von den Venezianern auf die Insel gebracht wurden.
Außerhalb des Gebäudes waren einige Amphoren und Säulen gelagert.
Hier meine armen Füße.Trotz ihres Widerspruchs beschloss ich zu den Königsgräbern zu laufen. Dabei konnte ich mir nochmal die Stadt ansehen.
Ein kleiner Park den ich entdeckete.
Die Aussicht über die Dächer. Paphos ist an einen Hügel gebaut. Die Altstadt befindet sich relativ weit oben.
Und endlich an den Königsgräbern.
Der Führer der dort verkauft wird kann ich empfehlen. Er enthält eine Wegbeschreibung wie man am besten durch das Gelände läuft und enthält viele Details zu den einzelnen Gräbern.
Die Gräber sind unterirdisch und liegen inzwischen frei.Sie sind ein Traum für jeden der gerne ein bisschen klettern und geheime Höhlen erforschen möchte.
Hier eine typische Straße in Paphos. Autovermietung und Immobilienfirma. Von beiden habe ich dutzende gesehen.
Inspiriert von den Ikonen besuchte ich noch schnell eine orthodoxe Kirche die ich zufällig auf dem Heimweg erspähte.
Am Ende des Tages taten mir die Füße richtig weh, aber ich lief trotzdem heldenhaft auf Schuster's Rappen. Dann kam mir die beste Idee seit langem, nämlich barfuß auf dem Strand zu laufen. Das war himmlisch.
Dabei entdeckte ich eine kleine Felseinbuchtung von der aus ich den Sonnenuntergang beobachtete. Das war reine Entspannung.
Dann habe ich ein paar Worte auf Video festgehalten.
Zum Abend gab es dann wieder etwas unangenehmes. Der Reiseveranstalter antwortete mir und sagte, dass ein Bus am Mittwoch auf mich gewartet hat und offenbar immer noch als ich gerade ins Taxi stieg. Ich kann mir aber nicht erklären wieso ich den nicht gesehen habe. Ich hätte mich nicht vom Taxifahrer nicht überreden lassen sollen und erst mal beim Hotel anrufen sollen.



































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